Start der Solar-Offensive: Mit Sonnenstrom das Fundament der Energiewende stärken

Das rheinland-pfälzische Umweltministerium hat heute den Startschuss für die Solar-Offensive gegeben. Damit werden unter anderem Speicherlösungen für Solarenergie gezielt gefördert. Dazu erklärt der Vorsitzende der GRÜNEN Landtagsfraktion, Dr. Bernhard Braun

„Die Solar-Offensive ist ein wichtiger Schritt für die rheinland-pfälzische Energiewende und somit auch für erfolgreichen Klimaschutz. Gemeinsam mit der Windkraft bildet die Photovoltaik das Fundament einer Energieversorgung komplett aus erneuerbaren Quellen. Nur so können wir uns aus der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern lösen und den raschen Ausstieg aus der Kohlestromgewinnung meistern.

Dass die rheinland-pfälzische Landesregierung die Energiewende offensiv vorantreibt, ist vor allem vor dem Hintergrund der desolaten Klimapolitik auf Bundesebene unabdingbar. Allerdings können die Länder nur schwer all das kompensieren, was die Bundesregierung an Maßnahmen versäumt.“

Der energiepolitische Sprecher, Andreas Hartenfels, ergänzt: „Die seit dem Jahr 2007 positive Entwicklung bei der Photovoltaik wurde durch die Novellierungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) 2014 und 2017 mit einem festgelegten Zubauvolumen von jährlich 2,5 Gigawatt massiv ausgebremst. Neuesten Berechnungen des Bundesverbands Erneuerbare Energien zufolge müsste der Zubau bei jährlich 10 Gigawatt liegen, damit der Bund sein Ziel erreichen kann, bis zum Jahr 2030 insgesamt 65 Prozent des Bruttostromverbrauchs aus regenerativen Energieformen zu gewinnen. Außerdem schrecken Eigenheimbesitzerinnen und -besitzer häufig vor viel zu hohen bürokratischen Hürden zurück, die dringend abgebaut werden müssen.

Immerhin scheint die Bundesregierung mit ihrem Klimapaket nun eine Abschaffung des 52-Gigawatt-Deckels für den Ausbau der Solarstromgewinnung anzustreben. Maßgeblichen Anteil daran hat sicher der Bundesratsantrag aus Rheinland-Pfalz, mit dem sich die Länderkammer am kommenden Freitag erneut befassen wird.“

Pressemitteilung der Landtagsfraktion vom 09.10.19

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