Höchste Alarmstufe für französische AKW

 

18.10.2017

Zu dem Bericht der französischen Atomaufsicht, wonach Rohre der Kühlsysteme von 29 der insgesamt 58 Reaktoren in Frankreich derart verrostet sind, dass sie Überschwemmungen oder einem Erdbeben womöglich nicht gewachsen wären, erklärt Dr. Bernhard Braun, Vorsitzender der GRÜNEN Landtagsfraktion:

„Der Gefährdungsgrad, der von den französischen Atomkraftwerken für unsere Region ausgeht, ist erschreckend gestiegen. Und es bleibt nicht allein bei dem, was die Untersuchung der französischen Aufsichtsbehörde jüngst zutage geführt hat: Greenpeace hat erst letzte Woche demonstriert, wie unzureichend die Brennelemente geschützt sind, indem die Aktivisten bis zu einem Abklingbecken vordringen und Feuerwerkskörper zünden konnten. Dies zeigt Alarmstufe rot! Deshalb müssen die maroden Meiler vom Netz genommen werden.“

Jutta Blatzheim-Roegler, anti-atompolitische Sprecherin, fügt hinzu:

„Wir scheinen nun die Quittung für die schlechte Arbeit der Bundesregierung in den vergangenen Jahren zu bekommen. Kanzlerin Merkel hat es bislang nicht zur Chefsache gemacht, mit der französischen Regierung in die Verhandlungen über einen Atomausstieg der akut sicherheitsgefährdenden AKW einzusteigen oder auf EU-Ebene ein Mitspracherecht bei dem Betrieb von grenznahen AKW anzustreben. Diesen Kurs muss sie dringend korrigieren.“

Pressemitteilung der Landtagsfraktion vom 18.10.2017

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