AKW Fessenheim offenbar 2020 vom Netz – Macron muss auch in Cattenom Spiel mit dem Feuer beenden

Zur Ankündigung des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, das grenznahe Atomkraftwerk in Fessenheim 2020 abzuschalten, erklärt Dr. Bernhard Braun, Fraktionsvorsitzender:

„Laut Medienberichten hat der französische Präsident Macron entschieden, das Atomkraftwerk in Fessenheim im Jahr 2020 vom Netz zu nehmen. Nach den widersprüchlichen Berichten in den vergangenen Monaten hoffen wir nun, dass dieser Ankündigung bald Taten folgen. Erst wenn das Kraftwerk 2020 tatsächlich vom Netz gegangen ist, werden wir alle aufatmen.

Wir haben seit vielen Jahren immer wieder darauf hingewiesen, dass die Pannenanfälligkeit des Kraftwerks eine akute Gefahr für Mensch und Natur darstellt, nicht nur im südlichen Rheinland-Pfalz. Das Pannen-AKW abzuschalten, ist auch im europäischen Sinne eine gute Entscheidung. Die Zeiten, in denen Nationalstaaten ihren Nachbarn brandgefährliche Atomkraftwerke vor die Tür stellen, muss ein für alle Mal vorbei sein.“

Jutta Blatzheim-Roegler, atompolitische Sprecherin, ergänzt:

„Endlich lässt ein französischer Präsident Vernunft walten und schaltet den Uraltmeiler in Fessenheim ab. Frankreich muss aber auch im grenznahen Cattenom endlich das Spiel mit dem Feuer beenden. Das Kraftwerk im Dreiländereck mit Luxemburg ist nur rund 40 Kilometer von Trier entfernt und nicht weniger pannenanfällig als der Reaktor in Fessenheim. Wenn Präsident Macron seine Verantwortung für Mensch und Natur in der Großregion ernst nimmt, muss der Schrottreaktor in Cattenom mit seinen eklatanten Sicherheitsmängeln ebenfalls schnellstmöglich vom Netz. Die Bundesregierung fordere ich deshalb dazu auf, in ihren Gesprächen mit Frankreich mit Nachdruck auf eine Abschaltung auch des Pannenreaktors in Cattenom zu pochen.“

 

Pressemitteilung der Landtagsfraktion vom 27.11.18

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